Vor einer Benachteiligung der ostdeutschen Landwirtschaft warnt die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann. Man werde sehr genau darauf achten müssen, „das gewachsene Strukturen, die sich nach der Wiedervereinigung herausgebildet haben, nicht den Bach runtergehen“, sagt Tackmann. Die Linken-Politikerin tritt Forderungen entgegen, die Betriebe in den neuen Ländern bei der anstehenden Reform der Gemeinsam Agrarpolitik (GAP) überproportional zu belasten. „Die ortsansässigen Betriebe jetzt weiter zu schwächen, kann nicht der Weg sein“, so Tackmann. In vielen ostdeutschen Regionen sei die Landwirtschaft ein Stabilitätsanker. Große und kleine Betriebe dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Genossenschaftliche Unternehmen müssten als gleichberechtigt anerkannt und dürften nicht bei der Förderung benachteiligt werden, fordert die Spitzenkandidatin ihrer Partei in Brandenburg für die Bundestagswahl. An den Direktzahlungen will Tackmann nicht rütteln. Sie seien nicht zuletzt aufgrund ihrer einkommenspolitischen Bedeutung für die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Landwirtschaft „bis auf weiteres unverzichtbar“.