35 - Schweinehalter beklagen „Hexenjagd“

Die Interessengemeinschaft der Schwei­ne­halter Deutschlands (ISN) wirft der Albert Schweitzer Stiftung eine „Hexenjagd“ auf die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking zum Zwecke der Spendengenerierung vor. Tierschützer der Stiftung hatten am Mittwoch vergangener Woche vor dem Landtag in Düsseldorf die Entlassung der Agraressortchefin verlangt und zur Untermauerung ihrer Forderung rund 50 000 Online-Unterschriften überreicht. Sie werfen der ­Agrarressortchefin vor, dass es auf dem Schweinebetrieb ihres Mannes zu Tierschutzverstößen gekommen und sie deshalb im Amt nicht tragbar sei. Nach einer Strafanzeige der Stiftung hatte die Staatsanwaltschaft Münster im Juli jedoch entschieden, nicht zu ermitteln, da kein Verdacht auf eine Straftat Schulze Föckings bestehe. Die ISN sieht in dem Vorgehen der Albert Schweitzer Stiftung ein typisches Vorgehen der Tierrechtsszene gegen Tierhalter. Immer wieder würden illegal aufgenommene Filmaufnahmen aus Ställen auftauchen, die dann entweder über Spenden oder den Verkauf an Medien „versilbert“ würden.