35 - Winterweizen hatte Wetter- und Erntestress

Das Fazit der Ernte 2017 fällt in der Summe enttäuschend aus. Die Ertragsspanne innerhalb eines Betriebs, aber auch zwischen verschiedenen Regionen, war so groß wie lange nicht mehr. Heinrich Brockerhoff und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, stellen die Ergebnisse der Landessortenversuche vor und geben Tipps für die anstehende Sortenwahl.

Ende Juni in Lage-Heiden: Die Bestände sind grasgrün und die Abreife normal. Foto: Heinrich Brockerhoff

Trockenheit und Hitze begrenzten die Erträge im Westen von NRW. Dauerregen im August führte im Osten von NRW und besonders in den Höhenlagen zu einer erheblichen Ernteverzögerung und Qualitätseinbußen. Nach einem extrem trockenen September 2016 brachten die Monate Oktober und November günstige Aussaatbedingungen. Auch der Dezember war sehr trocken und sonnenreich. Mit deutlichen Niederschlagsdefiziten und ohne Krankheiten ging es ins neue Jahr. Im Januar folgte eine längere Frostphase ohne Schneeauflage, die auch weniger winterharte Sorten ohne Probleme überstanden. Sehr schwer hatten es zu diesem Zeitpunkt Spätsaaten, die durch den trockenen Dezember und den kalten Januar sehr verzögert aufliefen.

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