36 - Landwirte entscheiden keine Wahlen

Keine Rolle spielen nach Einschätzung von forsa-Chef Manfred Güllner ländliche Themen im aktuellen Bundestagswahlkampf. Es gebe derzeit wichtigere Fragen, so der Meinungsforscher im Interview mit Agra-Europe (Age). Keinen wesentlichen Einfluss auf das Wahlergebnis habe das Stimmverhalten der Landwirte. Deren Zahl sei so geschrumpft, dass sich ihr Wahlverhalten nicht entscheidend auf das Ergebnis der Bundestagswahl auswirken werde., so der forsa-Chef. Auch für Meinungsbildungsprozesse auf dem Land spielten Landwirte nicht zuletzt angesichts der Vielfalt klassischer und neuer Medien in der Regel keine besondere Rolle mehr. Güllner erwartet, dass die Union erneut auf dem Land ihre besten Ergebnisse erzielen wird. Die dortigen Probleme der SPD führt er auf fehlendes Vertrauen in deren Fähigkeit zurück, erkannte Defizite auch zu beseitigen. Die Grünen seien eine „Großstadtpartei“, die mit ihren Themen auf die städtische Bevölkerung abziele. Die Linke werde erneut im Osten die meisten Stimmen bekommen, wo sie auch auf dem Land eine pragmatische Politik betreibe.