36 - Unzufrieden mit Saatgutwechsel

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Zu einer deutlichen Steigerung des Saatgutwechsels hat der Gemeinschaftsfonds Saatgetreide (GFS) die Landwirte aufgerufen. Nach seinen Angaben wurde im Wirtschaftsjahr 2016/17 in Deutschland auf 56 % der insgesamt rund 5,9 Mio. ha großen Getreideanbaufläche Zertifiziertes Saatgut (Z-Saatgut) angebaut. Gegenüber 2015/16 nahm der Saatgutwechsel somit wieder um 2 % ab. Unzufrieden mit diesem Ergebnis zeigte sich der Vorsitzende des GFS-Beirats, Thomas Blumtritt. „Nur eine signifikante Zunahme beim Einsatz von Z-Saatgut kann sicherstellen, dass zukünftig sowohl züchterische Innovationen als auch hohe Standards bei Produkt und Service gewährleistet sind“, betonte Blumtritt am Mittwoch vergangener Woche in Bonn. Die Pflanzenzüchter schafften hierfür beste Voraussetzungen durch eine weiterentwickelte Genetik und Qualitätssicherungssysteme wie QSS, das eine gute bis sehr gute Z-Saatgutqualität in Deutschland bescheinige. Über Lizenzeinnahmen durch den Verkauf von Z-Saatgut fließe nur ein Teil der dafür nötigen Investitionskosten an die Pflanzenzüchter zurück. Darüber hi­naus seien die konsequente Entrichtung von Nachbaugebühren und eine praktikable Nachbauregelung unabdingbar, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Fairness am Markt im Sinne einer produktiven Landwirtschaft aufrecht zu erhalten, so Blumtritt.