37 - Union pocht auf Agrarressort

Im Fall einer Regierungsbeteiligung darf die Union das Landwirtschaftsministerium „keinem Koalitionspartner kampflos überlassen“. Es sei entscheidend, dass dieses auch in Zukunft von der Union geführt werde, wobei es zweitrangig sei, „ob dies CDU oder CSU sein wird“. Das unterstreicht die Agrarsprecherin der CSU, Marlene Mortler. Zu einer möglichen Zusammenarbeit mit den Grünen äußert sich die Abgeordnete skeptisch. Dafür werde entscheidend sein, ob sich bei ihnen diejenigen durchsetzen, die für eine realistische und verantwortbare Landwirtschaftspolitik stehen oder Kräfte mit extremen und realitätsfernen Ansätzen die Oberhand gewinnen werden. Die FDP ist in ihrer neuen Besetzung für die CSU-Politikerin ein unbeschriebenes Blatt. Sie werde sich überraschen lassen, wer künftig bei den Liberalen das Sagen haben werde. Bezüglich des künftigen Zuschnitts des Ministeriums betont Mortler, dass sich ländliche Entwicklungspolitik und Agrarpolitik sinnvoll ergänzten. Es sei Aufgabe des Bundes, den ländlichen Räumen noch mehr Gewicht und Sichtbarkeit zu verleihen.