Ihre Forderung nach einer Neuorientierung in der Landwirtschaftspolitik hat Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks bekräftigt. „Bei der Art und Weise, wie wir Natur und Landschaft nutzen, müssen wir umdenken und umlenken“, erklärte die Ministerin auf dem 33. Deutschen Naturschutztag, der vergangene Woche in Magdeburg stattfand. Mit Schutzgebieten und Artenhilfsprogrammen allein könne der Verlust der biologischen Vielfalt nicht gestoppt werden. Gebraucht werde eine nachhaltig ausgerichtete Agrarpolitik. Hendricks warb für eine Stärkung der naturnahen und ökologischen Landwirtschaft. „Diese muss sich aber für die Landwirte lohnen“, betonte die Ressortchefin. Sie will sich dafür einsetzen, dass sich die Höhe der Zuwendungen aus den EU-Agrarsubventionen stärker als bisher an den Leistungen der Landwirte für Natur- und Klimaschutz, Gesundheit und Tierwohl orientiere. Das Prinzip „Öffentliche Mittel für öffentliche Leistungen“ müsse stärker mit Leben gefüllt werden, so Hendricks.