Die SPD schärft ihr agrarpolitisches Profil. In einem vergangene Woche veröffentlichten Positionspapier „Mit Vernunft für die Zukunft der ländlichen Räume“ spricht sich das neu gegründete Netzwerk „Agrar- und Ernährungswirtschaft“ der Partei für den Erhalt einer „leistungsfähigen, den Zielen der Nachhaltigkeit und des Tierwohls verpflichteten wettbewerbsfähigen Landwirtschaft“ aus. Die Sozialdemokraten bekräftigen ihr Ziel einer flächengebundenen Tierhaltung. Für den aus ihrer Sicht notwendigen Umbau der Tierhaltungssysteme reklamieren sie eine langfristige Perspektive, „die auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Tierhalter berücksichtigt“. Die bisherigen Tierwohlstrategien will man auf Bundesebene bündeln. Für unerlässlich hält das SPD-Agrarnetzwerk eine umfassende Reform des Düngerechts. Dazu zähle, dass alle Nährstoffflüsse in einer Hoftorbilanz dargestellt werden müssten. Den „Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz“ (NAP) will man mit konkreten Zielvorgaben unterlegen. Betont wird die Bedeutung von Forschung und Innovationen in der Land- und Ernährungswirtschaft. Durch den Einsatz „fortschrittlicher Technologien“ könnten die Nutztierhaltung verbessert sowie die schädlichen Umwelt- und Klimaeinflüsse der Landwirtschaft minimiert werden. Zusätzlich müsse die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) mit Beginn der nächsten Förderperiode konsequent an dem Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“ ausgerichtet werden.