Die heimische Ernährungsindustrie hat 2017 in der ersten Jahreshälfte deutlich an Umsatz zugelegt. Der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) zufolge stiegen die Erlöse von Januar bis Juni im Vorjahresvergleich um 5,7 % auf insgesamt 87,2 Mrd. €. Der Umsatz im Inlandsgeschäft erhöhte sich um 5,6 % auf 58,5 Mrd. €; die Erlöse im Auslandsgeschäft legten um 5,8 % auf 28,7 Mrd. € zu. Ausschlaggebend waren auch höhere Erzeugerpreise, und zwar mit Steigerungsraten von 3,9 % im Inland und 4,6 % im Export. Die reale Steigerung des Gesamtumsatzes betrug 1,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aufgrund einer guten Stimmungslage der deutschlandesweit aktuell 5 940 Lebensmittelhersteller sieht die BVE die Branche auch in der zweiten Jahreshälfte auf Wachstumskurs. Bis September werde ein Gesamtumsatz von geschätzt 132,8 Mrd. € erreicht. Als gut beurteilte die Bundesvereinigung die Stimmung auf Verbraucherseite. Bei Lebensmitteln seien die Preise im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6 % gestiegen. Die anhaltend gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die niedrige Sparneigung hätten sich positiv auf das Konsumklima ausgewirkt. Das habe auch den Lebensmittelkonsum begünstigt.