Der deutschen Landwirtschaft wurden von 1992 bis 2015 mehr als 1 Mio. ha Fläche entzogen, zum überwiegenden Teil durch Siedlungsbau und Verkehr. Darauf hat der Deutsche Bauernverband (DBV) hingewiesen. Anlass war die Verabschiedung des Vierten Bodenschutzberichtes durch die Bundesregierung. Das in der Nachhaltigkeitsstrategie verankerte Ziel des Flächenschutzes sollte laut DBV ernstgenommen und die Innenentwicklung von Kommunen vor dem Neubau auf der „grünen Wiese“ vorrangig behandelt werden. „Die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen“ weisen ebenfalls auf die Bedeutung des Flächenerhalts und der Bodenfunktionen hin. Deutschland hat gute Böden, die es für die landwirtschaftliche Nutzung zu sichern gilt“, unterstrich der DBV. Das Bodenschutzgesetz und die Bodenschutzverordnung stellten in Deutschland gemeinsam mit den Anforderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Böden sicher. Der Zustand der Böden zeige, dass die Landwirte verantwortungsvoll mit ihrer Produktionsgrundlage umgingen, diese in einem guten Zustand an ihre Nachkommen weitergäben und keine weiteren Auflagen für deren Bewirtschaftung benötigten.