Sie stellten fest, dass viele der Darmbakterien, die die Bienen für ihren Stoffwechsel und ihre Abwehr gegen Infektionen benötigen, mit dem Enzymweg arbeiten, den Glyphosat angreift. Mit Hinweis auf diese Studie forderte der Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Harald Ebner, vergangene Woche Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, „endlich Ernst zu machen mit dem versprochenen Ausstieg, statt ihn weiter auszusitzen“. Ein entschlosseneres Agieren in Sachen Glyphosat hält auch die Agrarsprecherin der Fraktion Die Linke, Dr. Kirsten Tackmann, für erforderlich. Sie hatte die Bundesregierung vor dem Hintergrund des Glyphosat-Urteils in den USA nach einer erneuten Prüfung und Risikobewertung des Wirkstoffs gefragt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies darauf hin, dass die Zulassung von Glyphosat im Dezember 2017 für fünf Jahre erneuert worden sei. Der Wirkstoff werde neu bewertet, wenn ein Antrag auf Erneuerung der Genehmigung gestellt werde.