Der Haushaltsausschuss des EU-Parlaments veranschlagt für das kommende Fiskaljahr 2,3 Mrd. € mehr als von der EU-Kommission vorgeschlagen. Das EU-Gesamtbudget würde demnach 2018 Zahlungsverpflichtungen von 161,8 Mrd. € umfassen. Außerdem haben sich die europäischen Haushaltspolitiker gegen sämtliche vorgeschlagenen Kürzungen ausgesprochen, für die die EU-Mitgliedstaaten votiert hatten. Stattdessen will der Ausschuss neben dem besonderen Fokus auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit mehr Geld in eine stärkere Unterstützung von Wissenschaft und Forschung und mehr Finanzmittel in Infrastrukturprojekte investieren. Zudem sollen die Mittel für die EU-Flüchtlingspolitik aufgestockt werden. Der Berichterstatter zum Haushalt, der EVP-Politiker Siegfried Mureşan, sieht in den Empfehlungen des Ausschusses eine starke Ausrichtung des Etats auf die wichtigen Zukunftsthemen. Der Entwurf des Rates würde dagegen den Herausforderungen und Verpflichtungen, vor denen die EU gegenwärtig stehe, nicht hinreichend gerecht.