40 - Grüne wollen schärferes Tierschutzrecht

Mit einem umfassenden Forderungskatalog für weitergehende Maßnahmen im Tierschutz hat die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf die nicht zuletzt durch die Aktionen von Tierrechtsaktivisten und die Veröffentlichung von Videos aus Ställen von Vertretern berufsständischer Verbände hitziger gewordenen öffentliche Diskussion reagiert. In ihrem Antrag, den die Fraktion am vergangenen Freitag in den Bundestag eingebracht hat, wird unter anderem ein Umbau der Tierhaltung in Deutschland gefordert. Notwendig seien ein effektiverer Vollzug der gesetzlichen Vorschriften und wirkungsvollere Sanktionen bei Tierschutzvergehen. Ferner wollen die Grünen ein nationales Tierwohl-Monitoring sowie ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen. Unverzüglich auf den Weg gebracht werden müssten ein Verbot der Pelztierhaltung sowie der ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern. Für Milchkühe, Mastputen und Elterntiere bei der Geflügelhaltung müssten spezifische Haltungsvorschriften in die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung aufgenommen werden. Darüber hi­naus sei unter anderem die Haltung von Sauen in Kastenständen zu überprüfen. Verbindliche Regelungen müssten für die Schlachtung hochträchtiger Tiere im letzten Drittel der Trächtigkeit geschaffen werden.