40 - Konsequenzen des Glyphosatverzichtes

Ein Verzicht auf den Herbizidwirkstoff Glyphosat hätte erhebliche Auswirkungen auf die Bewirtschaftungssysteme im deutschen Ackerbau. Das geht aus einer Studie hervor, die unter Federführung von Michael Schulte am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung entstanden ist und deren Ergebnisse bei der 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (GEWISOLA) in der vergangenen Woche in Bonn präsentierte. Die geringsten ökonomischen Nachteile hätte ein Glyphosatverzicht demnach in solchen Betrieben, die regelmäßig pflügen. Von einem wesentlich höheren Kostenanstieg wären hingegen Landwirte betroffen, die eine konservierende Bodenbearbeitung fahren. Die Göttinger Agrarökonomen gehen davon aus, dass ohne Glyphosat mittelfristig die reine Mulchsaat zurückgedrängt und an ihre Stelle der situative Pflugeinsatz treten würde. Damit würde zugleich die Erosionsgefährdung ebenso zunehmen wie negative Effekte durch Starkregenereignisse.