40 - Mehr Geld im Agraretat

Das französische Landwirtschaftsministerium wird im kommenden Jahr voraussichtlich über mehr Mittel verfügen. Der von Ressortchef Stéphane Travert vorgestellte Entwurf sieht vor, den Etat um rund 400 Mio. € auf 5,2 Mrd. € aufzustocken. Der Großteil kommt einer 300 Mio. € starken Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben zugute, mit denen sich das Agrarressort gegen ökonomische Krisen, Klima- und Seuchenereignisse sowie potenzielle Strafzahlungen aus Brüssel wappnen will. Für Maßnahmen im Rahmen der Zweiten Säule wird das Landwirtschaftsministerium insgesamt 455 Mio. € an nationalen Mitteln bereitstellen. Aufgestockt werden die Gelder zur Überwachung und Bekämpfung von Seuchen und Schädlingen. Das Agrarressort kündigte außerdem an, den landwirtschaftlichen Behörden mehr Gelder und Personalmittel zur Verfügung zu stellen, um sämtliche Anträge in Zukunft schneller bearbeiten zu können. Der französische Bauernverband (FNSEA) sieht in dem Budgetentwurf ein „sehr schlechtes Signal“, bei dem der „Teufel im Detail“ stecke. Zentraler Kritikpunkt der französischen Bauern ist die Abschaffung der erst im vergangenen Jahr eingeführten Absenkung der Krankenversicherungsbeiträge der Betriebsleiter um sieben Punkte.