Der Output der russischen Landwirtschaft wird im laufenden Jahr voraussichtlich weniger stark zunehmen als 2016. In einer aktuellen Prognose geht das Moskauer Wirtschaftsministerium für 2017 von einem Wachstum der Agrarproduktion von 1,2 % in diesem Jahr aus; 2016 lag die Zuwachsrate noch bei 4,8 %. Als Ursachen für die geringere Zunahme nennen die Ökonomen ungünstige klimatische Bedingungen sowie unvorteilhaftere Einflussfaktoren auf in- und ausländische Märkte. Das starke Vorjahreswachstum ist den Analytikern zufolge zudem auf ungewöhnlich umfangreiche Agrarinvestitionen zurückzuführen, die 2016 mit 611,3 Mrd. Rbl (9,0 Mrd. €) um 13,3 %, gegenüber dem Vorjahr angestiegen waren. Außerdem entwickelt sich die russische Tierproduktion 2017 nicht wie gewünscht. Im Pflanzenbau schlägt bei Getreide mit schätzungsweise 132,4 Mio. t zwar eine Rekordernte zu Buche, doch dürfte die Maiserzeugung mit 14,7 Mio. t dem Beratungsunternehmen ProZerno zufolge geringer ausfallen als zunächst gedacht. Im Agrarexport erwartet das Landwirtschaftsministerium 2017 Erlöse von insgesamt etwa 20 Mrd. $ (17 Mrd. €), was rund 3 Mrd. $ (2,6 Mrd. €) mehr wären als im Vorjahr.