41 - Deß: Agrarkritiker sollen in die Betriebe

Der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Albert Deß, hat den Kritikern der modernen Landwirtschaft geraten, selbst einmal einen Landwirtschaftsbetrieb zu führen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Am Rande der Plenartagung des EU-Parlamentes erinnerte der CSU-Politiker am Donnerstag vergangener Woche daran, dass eine gute Tierhaltung für viele landwirtschaftliche Betriebe Grundlage für den betriebswirtschaftlichen Erfolg sei. Neue Erkenntnisse von Agrarforschung und -praxis würden bereits eingesetzt, um noch mehr Tierwohl in der Haltungstechnik zu erreichen. Deß kritisierte, dass „einige Parteien und Organisationen“, die ohne besondere demokratische Legitimation vorgäben, die Gesellschaftsmeinung zu vertreten, inzwischen sagten, wo es lang gehen solle in der europäischen und deutschen Landwirtschaft. Dabei gehe es aber weniger um eine sachgerechte Diskussion, sondern mehr um Ideologie und Meinungsmache, beklagte der Agrarpolitiker. Wer eine Branche, die alle tagtäglich mit hochwertigen Nahrungsmitteln versorge und eine Kulturlandschaft pflege, die viele zur Erholung gerne in Anspruch nähmen, ständig an den Pranger stelle, solle selber einen konstruktiven Vorschlag machen, wie es mit der Landwirtschaft und der damit verbundenen Ernährungssicherung in der EU wie auch mit der Ernährung der Weltbevölkerung weitergehen solle.