EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat angekündigt, den Fleischverzehr in der EU mit einem Programm über 15 Mio. € ankurbeln zu wollen. Bei der Zuchtschau „Sommet de l’Elevage“ vergangene Woche im zentralfranzösischen Clermont-Ferrand erläuterte der Ire, dass er mit einer gezielten Kampagne „einige Mythen über die Tierhaltung zerstreuen“ und helfen wolle, zum Genuss von hochwertigem Rindfleisch, Lamm und Schwein zurückzukehren. In seinen Augen ist eine Sensibilisierung „für die hohe Qualität und Nachhaltigkeit der einzigartigen, extensive Viehhaltung in Europa“ nötig. Der Agrarkommissar betonte, dass er sich der Schwierigkeiten der französischen Viehwirtschaft „voll und ganz“ bewusst sei. Er erinnerte an die kürzlich beschlossenen Maßnahmen zur Entlastung des europäischen Milchmarktes, die von den Bauern auch gut angenommen worden seien. Von diesen Maßnahmen erhoffe er sich eine Sogwirkung, die auch den Rindfleischmarkt entlaste. Zudem versprach Hogan den Tierhaltern, bei der Erschließung neuer Exportmärkte zu helfen. Als weiteren Ansatzpunkt zur Bekämpfung der Agrarkrise nannte Hogan die Einrichtung der Marktbeobachtungsstelle und der „Task Force Agrarmärkte“.