41 - Niedersachsen weitet Herdenschutzkulisse aus

Im Hinblick auf die Entwicklungen der Wolfspopulation in Niedersachsen hat die Landesregierung die „Förderkulisse Herdenschutz“ um den Landkreis Stade erweitert. Wie der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Dienstag vergangener Woche mitteilte, haben dort Nutztierhalter von Schafen, Ziegen und Gatterwild jetzt die Möglichkeit, Präventionsmaßnahmen zum wolfsabweisenden Herdenschutz durch das Land gefördert zu bekommen. Das Wolfsbüro wies unter Verweis auf Monitoringdaten da­rauf hin, dass der Kreis Stade daher vorbeugend mit aufgenommen worden sei, weil das Territorium des Rudels Cuxhaven so nah an der Landkreisgrenze liege. Wie Übergriffe von Wölfen auf Weidetiere minimiert werden können, ist auch Thema einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Die Fraktion sieht in einer Minimierung einen wesentlichen Schlüssel für die gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes als heimisches Wildtier. So wollen die Abgeordneten Informationen über die personelle und finanzielle Ausstattung der beteiligten Forschungseinrichtungen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes für den Wolf (DBBW) erhalten sowie den jeweiligen Anteil an Bundesmitteln wissen. Zudem werden aktuelle Zahlen zur Verbreitung des Wolfes und zu Übergriffen auf Weidetiere erfragt.