41 - Warnung vor Preissteigerungen

Die französische Verbraucherschutzorganisation „UFC – Que Choisir“ hat vor den Folgen von Preissteigerungen durch den Einzelhandel gewarnt. Die Organisation sprach sich am 29. September eindringlich gegen die bei den Runden Tischen zur Agrar- und Ernährungswirtschaft diskutierte Maßnahme zur Vermeidung von Dumpingpreisen aus, den Wert, um den der Preis beim Wiederverkauf über dem Einstand liegen muss, um 15 % heraufzusetzen. Die Folge wären Preissteigerungen, die letztlich zu Mehrbelastungen der privaten Haushalte in Höhe von rund 1,4 Mrd. € führen würden, warnten die Verbraucherschützer. Gleichzeitig sei der Nutzen für die Landwirtschaft „sehr hypothetisch“, da unverarbeitete Erzeugnisse wie Gemüse oder Fleisch bereits mit höheren Aufschlägen verkauft und daher von der Maßnahme nicht profitieren würden. Zu bedenken sei außerdem, dass ein höherer Verkaufspreis keinesfalls zwingend einen höheren Einkaufspreis zur Folge hätte. Landwirte wären laut UFC also letztlich auf den guten Willen der Verarbeiter und des Handels angewiesen. Dass diese freiwillig ihre Profite zugunsten der Landwirte reduzierten, komme jedoch einem „Hirngespinst“ gleich.