Mit grundsätzlichem Wohlwollen haben die Landwirtschaftsminister der Mitgliedstaaten die Vereinfachungsvorschlage von EU-Agrarkommissar Phil Hogan im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aufgenommen. Gleichzeitig übten sie jedoch bei der Vorstellung der Pläne im Agrarrat am Montag vergangener Woche in Luxemburg im Einzelnen vielfältige Kritik daran. Unter anderem mahnte Frankreichs Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll eine genauere Prüfung der Auswirkungen der Vorschläge auf die delegierte Rechtsakte und den EU-Gesamthaushalt an. Le Foll befürchtet, dass eine neue Grundsatzdiskussion über die Ausrichtung der EU-Agrarpolitik aufflammen könnte; dabei habe man „gerade erst“ die derzeitige GAP ausgehandelt. Schweden und weitere Mitgliedstaaten sehen die vorgeschlagenen Förderinstrumente zur Einkommensstabilisierung über die Zweite Säule kritisch. Belgien lehnt eine nur noch freiwillige Überprüfung des „aktiven Landwirtes“ ab. Die meisten Mitgliedstaaten begrüßten allerdings diese Möglichkeit.
Mehr in LZ 42-2016, S. 7