43 - Papst Franziskus: Handeln beim Klima!

Papst Franziskus hat an alle Regierungen rund um die Welt appelliert, Konflikte zu beenden und den Klimawandel zu bekämpfen. „Es ist ganz offensichtlich, dass Kriege und klimatische Veränderungen die Ursache von Hunger sind; also lasst es uns nicht so darstellen, als sei Hunger eine unheilbare Krankheit“, sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche bei der Zeremonie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum Welternährungstag am Montag vergangener Woche in Rom. Die Glaubwürdigkeit des gesamten internationalen Systems stehe auf dem Spiel. Als „unglücklich“ bezeichnete es der Argentinier, dass „manche“ Länder sich vom Pariser Klimaabkommen abwandten. Papst Franziskus rief die Regierungen zu einer systematischen Abrüstung und die einzelnen Bürger zu einer Änderung ihres Lebensstils, des Verbrauchs von Ressourcen sowie zu Anpassungen bei der Herstellung sowie des Konsums von Lebensmitteln auf, und zwar zum Schutz des Planeten. Migration muss laut dem Appell des Kirchenoberhaupts auf der Basis freiwilliger Entscheidungen erfolgen. Auch FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva ging auf das Thema Flucht ein. Jedes Jahr verließen Millionen Menschen ihre Heimat, da der Verbleib für sie keine Option mehr darstelle. „Es ist unsere Absicht, die Grundursachen der Migra­tion, wie Armut, Ernährungsunsicherheit, Ungleichheit und Arbeitslosigkeit in den Griff zu kriegen“, bekräftigte da Silva. Vertreter der Landwirtschaftsministerien aller G7-Staaten wohnten den Feierlichkeiten in Rom bei. Für Deutschland war dies Staatssekretär Peter ­Bleser vom Bundesagrarressort.