43 - Verbraucherrisiken weiter senken

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führt jetzt in Deutschland erstmals eine „Total Diet“-Studie (TDS) zur repräsentativen Ermittlung von durchschnittlichen Stoffkonzentrationen in verzehrfertigen Lebensmitteln durch, um mögliche Lebensmittelrisiken für die deutsche Bevölkerung künftig besser erkennen zu können. Bei der Eröffnung der eigens dafür eingerichteten Studienküche am Donnerstag vergangener Woche in Berlin erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: „Durch die mit rund 13 Mio. € geförderte Studie lässt sich noch genauer einschätzen, welche gesundheitlich förderlichen oder unerwünschten Stoffe in unseren Lebensmitteln nach der Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung tatsächlich enthalten sind.“ Das sei ein wichtiger Beitrag für fundierte Ernährungsempfehlungen.  BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel betonte, dass es sich – bezogen auf die Zahl der untersuchten Lebensmittel und Stoffe – um die umfangreichste TDS-Studie weltweit handele. Wie das BfR ausführte, werden die Lebensmittelproben in Laboren unter anderem auf Zusatzstoffe, Prozesskontaminanten, Umweltkontaminanten wie Dioxin sowie auf Schimmelpilzgifte, Nährstoffe, Pflanzenschutzmittel sowie pharmakologisch wirksame Stoffe und Stoffe untersucht, die aus Verpackungen in die Lebensmittel gelangten. Die Studie sei auf sieben Jahre angelegt. Erste Ergebnisse würden für Anfang 2019 erwartet.