44 - Gegen Preis- und Mengenvorgaben in Milchverträgen

Die dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) angebundene Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft (IGM) lehnt mögliche Preis- und Mengenfestlegungen in Milchverträgen als einen „direkten“ und „massiven“ Eingriff in die „bäuerliche Selbstverwaltung“ der Molkereigenossenschaften ab. Mit Blick auf die Ergebnisse des EU-Trilogs zur Halbzeitbewertung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) beziehungsweise zum Agrarteil der Omnibusverordnung kritisierte die IGM am Donnerstag vergangener Woche in Berlin außerdem, dass mögliche Vorgaben zur Ausarbeitung und Umsetzung der Preis- und Mengenfestlegungen bisher völlig unklar blieben. Geplant seien unter anderem Änderungen des Artikels 148 der Gemeinsamen Marktordnung (GMO), der Regelungen zu den Milchlieferbeziehungen beinhalte. Soweit ein Mitgliedstaat den Abschluss schriftlicher Verträge vorschreibe, solle darin auch verbindlich eine Übereinkunft zu Mengen und Preisen für eine bestimmte Liefermenge getroffen werden können, so die IGM. Sie sieht darin einen „praxisfernen“ Ansatz, der nach ihrer Einschätzung insbesondere in Krisenphasen keinen positiven Effekt auf den Gesamtmarkt haben werde.