Mit Nachdruck hat der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) vor Haushaltskürzungen bei der Jugendverbandsarbeit gewarnt. Anlässlich einer geplanten Beschneidung des Kinder- und Jugendplans (KJP) im Bundeshaushalt um 2 Mio. € erklärte der BDL-Vorsitzende, Sebastian Schaller, am Donnerstag vergangener Woche, eine Kürzung in dieser Höhe sei für die Jugendverbandsarbeit zerstörerisch. Nach seinen Angaben haben viele Jugendverbände, darunter auch der Deutsche Bundesjugendring (DBJR), wegen der drohenden Finanzengpässe bereits einen Teil ihrer Maßnahmen unter Haushaltsvorbehalt gestellt und müssten diese im Falle der Umsetzung des Plans ganz einstellen. Hinzu komme, dass auch bundeszentrale Strukturen abgebaut werden müssten, um diese Mindereinnahmen abfangen zu können. Schaller warf der Bundesregierung vor, das ehrenamtliche Engagement der Jugendverbände zu ignorieren und deren Vertrauen in langfristige Zusagen der politischen Verantwortungsträger gebrochen zu haben. Der BDL-Vorsitzende weiß in dieser Sache den Großteil der Bundestagsabgeordneten hinter sich und ruft diese deshalb auf, bei den Bereinigungssitzungen im Haushaltsausschuss des Bundestages dafür zu sorgen, dass die geplanten Kürzungen der Jugendverbandsarbeit zurückgenommen werden.