Eigentlich begann das Anbaujahr recht gut, denn wie so oft im Rheinland, konnten die ersten Frühkartoffeln bereits im Februar gepflanzt werden. Bis Mitte März waren die meisten Frühbestände, einschließlich der Freilandware, ohne größere Probleme gepflanzt. Der außergewöhnlich warme März führte zu einem schnellen Auflauf, sodass frühe Anschlussware Ende April auflaufen konnte. Von dem starken Frost um den 20. April blieben die meisten der Anschluss- und Lagersorten verschont. Ab Anfang Mai trocknete der Boden zunehmend aus und eine wirksame Herbizidanwendung wurde immer schwerer. Gleichzeitig wurden viele Betriebe vom schnellen Auflauf überrascht und verpassten so den optimalen Einsatztermin. Das Niederschlagsdefizit vergrößerte sich und auf den leichten Standorten wurden bereits Ende Mai erste Beregnungseinsätze gefahren. Dafür blieb der Krautfäuledruck, von kleinen Befallsnestern und Beregnungsparzellen abgesehen, über lange Zeit gering und kontrollierbar.
Mehr in LZ 46-2017, S. 20