47 - Landtechnik kann Welternährung sichern

Um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, muss die globale Nahrungsmittelproduktion laut Experten bis 2050 um rund 60 % gesteigert werden. „Wenn wir wollen, dann können wir das schaffen“, zeigte sich Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller beim Pressegespräch „Eine Welt ohne Hunger“ am Dienstag vergangener Woche auf der Agritechnica in Hannover optimistisch. Das sei nicht nur aus ethischen und moralischen Gründen Pflicht, sondern liege auch im Eigeninteresse der Industrieländer, da ansonsten die Menschen aus den Hungergebieten zu ihnen kämen. Notwendig, so Müller, sei eine „zweite Grüne Revolution“ für die Millionen von Kleinbauern in Regionen mit Nahrungsmangel. Das gehe aber nicht mit der „Großtechnik der Agritechnica“, sondern erfordere in vielen Bereichen wie Tierzucht, Saatgut, Technik oder Anbaumethoden angepasste Lösungen für die Kleinbauern und die gesamte Wertschöpfungskette. Müller wies dabei auf die vom Ministerium initiierten 14 „Grünen Innovationszen­tren“ mit Schwerpunkt in Afrika hin, in denen mit Partnern eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werde, um Beschäftigung und Lebensperspektiven im ländlichen Raum zu schaffen.