48 - Das Bodenrecht verschärfen

Gravierende Folgen für die künftige ­Agrarpolitik befürchtet der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Hermann Onko Aeikens, durch die seit einigen Jahren zu beobachtende Bildung von Holdingstrukturen in der hiesigen Landwirtschaft. Auf dem Herbstseminar der Familienbetriebe Land und Forst (FaB) Anfang vergangener Woche in Kassel warnte Aeikens vor zusätzlichen massiven Akzeptanzpro­blemen für die Agrarpolitik, die aufgrund der Umwelt- und Tierwohldebatte ohnehin erheblich unter Druck stehe. „Politik kann dem Einstieg von Investoren nicht gelassen zusehen“, sagte der Staatssekretär und widersprach damit einer Aussage des FaB-Vorsitzenden Michael Prinz zu Salm-Salm. Zunehmend behindere die fortschreitende Konzen­tration von Pacht- und Eigentumsflächen in Holdingstrukturen die Entwicklungsmöglichkeiten aktiver Landwirte, so Aeikens. Zudem drohten schwerwiegende negative Auswirkungen auf ländliche Räume, wenn qualifizierte Arbeitsplätze in Konzernzentralen verlagert würden und Gewinne an die ­dortigen Anteilseigener gingen.