Der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, geht auf Distanz zu den EU-Direktzahlungen in ihrer gegenwärtigen Ausgestaltung. Die Art und Weise der Zahlungen sei „so nicht zukunftsfähig“, sagte Holzenkamp am vergangenen Donnerstag in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Der CDU-Politiker kritisierte, die Direktzahlungen seien „nicht differenziert genug“. In ihrer gegenwärtigen Form seien sie der Gesellschaft „nicht überzeugend vermittelbar“. Eine weitere Umverteilung von der Ersten in die Zweite Säule beurteilt Holzenkamp gleichwohl skeptisch und warnt vor einem „Selbstbedienungsladen der Bundesländer“. Benötigt würden stattdessen intelligentere Lösungen, „zum Beispiel innerhalb der Ersten Säule“. Der langjährige Abgeordnete sieht insbesondere die landwirtschaftliche Tierhaltung vor einem „großen Transformationsprozess“, den es zu finanzieren gelte. Dabei spielten die EU-Gelder „eine riesengroße Rolle“. Für dringend notwendig hält Holzenkamp eine nationale Nutztierstrategie, um den Betrieben Planungssicherheit zu geben. Der Unionspolitiker sprach von einer komplexen Aufgabe, bei der es nicht nur um Tierschutz gehe, sondern auch um Baurecht, Umweltrecht, Emissionsschutzrecht sowie Flächenverbrauch. Dafür müsse eine Lösung gefunden werden.