Die Genossenschaftsidee gehört ab sofort zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Wie der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) mitteilte, hat am vergangenen Mittwoch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) bei einer Konferenz in Addis Abeba die Genossenschaftsidee in ihre „Repräsentative Kulturerbeliste“ aufgenommen. DRV-Präsident Manfred Nüssel zeigte sich erfreut, dass „damit die Idee des kooperativen Wirtschaftens sowie das Erbe Friedrich Wilhelm Raiffeisens und Hermann Schulze-Delitzschs weltweit gewürdigt werden“. Für den DRV und seine 2 250 landwirtschaftlichen Mitgliedsgenossenschaften sei diese großartige Anerkennung Ansporn und Bestätigung zugleich. Nüssel betonte, dass Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung für die Agrar- und Ernährungswirtschaft wichtige Eckpfeiler für nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften seien. Der Vorstandsvorsitzende des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) Ralf W. Barkey bezeichnete die Aufnahme in die Kulturerbeliste als „Festtag für die Genossenschaften“. Der Genossenschaftsgedanke werde durch die Entscheidung zusätzlichen Auftrieb erhalten.