Der Trilog zwischen Europaparlament, Europäischer Kommission und Rat zur Reform der EU-Öko-Verordnung hat kein Ergebnis gebracht. Eine Einigung unter der slowakischen Ratspräsidentschaft ist nicht mehr möglich. Wie Mitte vergangener Woche bekannt wurde, soll es nun ab Januar unter den Maltesern weitergehen – allerdings ist das genaue Verhandlungsmandat noch nicht geklärt. Strittig blieb bis zuletzt vor allem das Thema Pflanzenschutzgrenzwerte in Öko-Produkten. Während die Kommission hier ursprünglich die strengen Vorgaben für Babykost auf die Produkte des ökologischen Landbaus übertragen wollte, hatte die slowakische Ratspräsidentschaft einen Vorschlag unterbreitet, wonach bei einem Rückstandsfund von mehr als zwei Pflanzenschutzmitteln die betreffenden Produkte nicht mehr als Bio-Erzeugnisse gelten sollten. Genaue Details dazu waren aber offen geblieben. Weitere Streitpunkte betrafen die genauen Kriterien zur bodengebundenen Produktion in Gewächshäusern, die Kontrolle von Importwaren sowie die Streichung der Ausnahmen für die Verwendung von konventionellem Saatgut im Öko-Bereich. Die slowakische Ratspräsidentschaft hatte ihre Vorstellungen aber mit den Mitgliedstaaten offenbar nicht ausreichend abgestimmt, denn alle Delegationen, außer der portugiesischen, sprachen sich gegen deren Vorschläge aus.