50 - Holland: Geflügelgrippe in Mastbetrieb festgestellt

In einem Entenmastbetrieb im niederländischen Biddinghuizen ist am Freitag vergangener Woche die Geflügelgrippe diagnostiziert worden. Wie das Haager Landwirtschaftsministerium mitteilte, handelt es sich vermutlich um den hochansteckenden Virustyp H5. Deshalb wurde eine landesweite Aufstallungspflicht für alle unternehmerischen Geflügelhaltungen verfügt, die Geflügelfleisch, Eier und andere Geflügelprodukte erzeugen. Besondere Regeln gelten dem Agrarressort zufolge für Enten und Truthähne, die nun nur noch nach einer tierärztlichen Untersuchung transportiert werden dürfen. Solche Transporte müssen zudem den direkten Weg von beziehungsweise zu den jeweiligen Betrieben nehmen. Darüber hi­naus haben die Entenhalter verschärfte hygienische Anforderungen zu erfüllen. Ausstellungen von Ziergeflügel und Wasservögeln sind bis auf weiteres verboten. Nach Angaben des Ministeriums sind die 16 000 Enten auf dem betroffenen Betrieb in der westlichen Provinz Flevoland vorsorglich getötet worden. Außerdem seien eine Schutzzone im Umkreis von 3 km sowie eine Überwachungszone im Radius von 10 km um den Ausbruchsbetrieb eingerichtet worden. In der Schutzzone sind dem Agrarressort zufolge vier weitere Geflügelbetriebe ansässig, deren Tiere nun auf die Krankheit untersucht würden. In der Überwachungszone wirtschafteten insgesamt 23 Geflügelbetriebe.