50 - Immer weniger Beitragszahler

Die Bundesregierung rechnet mit einem weiter anhaltenden Rückgang der Beitragszahler in der Alterssicherung der Landwirte (AdL). Wie dem alle vier Jahre vorzulegenden Lagebericht über die AdL 2017 zu entnehmen ist, geht die Regierung in ihren Modellrechnungen in einer mittleren Variante von einem Rückgang der Zahl der Versicherten bis zum Jahr 2027 um jährlich rund 3,7 % und insgesamt um rund 63 000 Personen aus. Zum Stichtag 30. Juni 2017 lag die Zahl der Versicherten in der Alterssicherung bei knapp 200 300. Die Beiträge in der AdL steigen den Berechnungen zufolge im Westen von derzeit 241 € im Monat bis 2023 auf 285 € im Monat und anschließend bis 2027 auf monatlich 353 €. Für Ostdeutschland erwartet die Bundesregierung einen Anstieg von derzeit 216 auf 278 € bis 2023. Ab 2025 ist der Alterskassenbeitrag zwischen Ost und West gleich. Mit dem Anstieg der Beiträge steigt in den kommenden Jahren auch der vom Bund gewährte Beitragszuschuss. Weiter abnehmen wird der Rentenbestand in der AdL. Die Bundesregierung veranschlagt den Rückgang in den kommenden zehn Jahren auf 1 % pro Jahr. Gleichzeitig steigen jedoch die Rentenausgaben bis 2027 aufgrund künftiger Rentenanpassungen um durchschnittlich 0,5 % im Jahr. Im Ergebnis fällt der Zuwachs der Rentenausgaben stärker aus als der Zuwachs der Beitragseinnahmen.