Die Molkereiunternehmen in der Europäischen Union haben im Oktober 2016 das Milchgeld ordentlich aufgebessert. Nach Angaben der EU-Kommission wurden den Erzeugern für ihren Rohstoff mit natürlichen Inhaltsstoffen im Schnitt 29,81 Cent/kg gezahlt; das waren rund 2 Cent mehr als im September. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fehlten allerdings noch rund 0,9 Cent/kg; im November dürfte das Niveau von 2015 aber erstmals in diesem Jahr übertroffen werden. Auch der internationale Milchpreisvergleich des niederländischen Bauernverbandes (LTO) zeigt für Oktober einen merklichen Anstieg der Auszahlungen. Bis auf die zwei französischen Unternehmen Lactalis und Sodial haben alle anderen der insgesamt 15 betrachteten Molkereien das Milchgeld erhöht. Im Schnitt zahlten sie für Standardmilch mit 4,2 % Fett- und 3,4 % Eiweißgehalt 29,13 Cent/kg; das waren 1,78 Cent/kg oder 6,5 % mehr als im September. Am stärksten fiel diesmal das Plus mit 5,0 Cent/kg beim Deutschen Milchkontor (DMK) aus, dessen gezahlter Durchschnittspreis blieb laut LTO mit 27,4 Cent/kg aber weiter unter dem Mittel der anderen Molkereien.