50 - Sehr gutes Maisjahr in Höhen- und Übergangslagen

Nach dem wärmsten März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen kehrte in den Höhenlagen Nordrhein-Westfalens in der Karwoche noch einmal der Winter zurück. Die Maisaussaat, wie auch die Anlage der Landessortenversuche mit Silomais konnte in der Regel erst im Mai erfolgen. Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer NRW, stellt die Ergebnisse der Versuche vor und gibt Sortenempfehlungen für 2018.

Landessortenversuch Silomais am Standort Meschede-Enste: Bei der Maissortenwahl für die Höhen- und Übergangslagen sollte das Abreifeverhalten der Sorten besonders beachtet werden. Fotos: Norbert Erhardt

Die späteren Saattermine profitierten sofort von den ansteigenden Temperaturen und liefen zügig, oftmals zusammen mit vereinzelten Frühsaaten am zweiten Maiwochenende auf. Anhaltend hohe Temperaturen und insbesondere milde Nächte begünstigten auch in den Höhenlagen die Jugendentwicklung. Die Bestände schlossen spätestens in der letzten Junidekade die Reihen. Außerordentlich früh gingen die Maisbestände dann in die generative Phase über. Erste Sorten blühten sehr früh, ab Mitte Juli und am 24. Juli standen auch die spätesten Sorten in den Landessortenversuchen in der Blüte – ein Prozess, der sich sonst regelmäßig bis in den August hineinzieht. Die günstigen Bedingungen zusammen mit den noch langen Tagen bescherten dem Mais in den Höhenlagen ein enormes Massenwachstum, mit der Folge, dass 2017 in den Sortenversuchen rund um Meschede vielfach Trockenmasseerträge mit Silomais erzielt werden konnten, wie sie sonst auf Gunststandorten in Niederungslagen üblich sind. Das üppige Massenwachstum der Silomaissorten 2017 ist dabei, neben den hohen Erträgen, auch schon an den enormen

Wuchshöhen zu erkennen.

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