Die späteren Saattermine profitierten sofort von den ansteigenden Temperaturen und liefen zügig, oftmals zusammen mit vereinzelten Frühsaaten am zweiten Maiwochenende auf. Anhaltend hohe Temperaturen und insbesondere milde Nächte begünstigten auch in den Höhenlagen die Jugendentwicklung. Die Bestände schlossen spätestens in der letzten Junidekade die Reihen. Außerordentlich früh gingen die Maisbestände dann in die generative Phase über. Erste Sorten blühten sehr früh, ab Mitte Juli und am 24. Juli standen auch die spätesten Sorten in den Landessortenversuchen in der Blüte – ein Prozess, der sich sonst regelmäßig bis in den August hineinzieht. Die günstigen Bedingungen zusammen mit den noch langen Tagen bescherten dem Mais in den Höhenlagen ein enormes Massenwachstum, mit der Folge, dass 2017 in den Sortenversuchen rund um Meschede vielfach Trockenmasseerträge mit Silomais erzielt werden konnten, wie sie sonst auf Gunststandorten in Niederungslagen üblich sind. Das üppige Massenwachstum der Silomaissorten 2017 ist dabei, neben den hohen Erträgen, auch schon an den enormen
Wuchshöhen zu erkennen.
Mehr in LZ 50-2017, S. 22