51/52 - Gute Absatzchancen für deutsche Lebensmittel in China

Obwohl Chinas Landwirtschaft eine der größten der Welt ist, erwartet Rabobank-Analyst Stefan Vogel einen weiteren Nachfrageschub aus dem „Reich der Mitte“ am Weltmarkt für Agrarprodukte und Nahrungsmittel. Daraus könnten sich auch weitere Exportchancen für deutsche Ware ergeben, prognostizierte Vogel am Donnerstag vergangener Woche in Frankfurt am Main. Nach seiner Einschätzung dürften 2020 etwa 24 % der gesamten chinesischen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Gütern durch Importe gedeckt werden; das wären schätzungsweise 4 % mehr als im laufenden Jahr. Dabei sei davon auszugehen, dass sich die Einfuhren zunehmend auf Kategorien mit höherer Wertschöpfung verlagerten. Der Marktexperte begründete diese Prognose unter anderem mit der fortschreitenden Urbanisierung in der Volksrepublik. So dürften allein bis 2020 mehr als 50 Mio. Menschen von den Dörfern in die städtischen Gebiete Chinas ziehen. Bis 2025 werde sich diese Zahl sogar um weitere 100 Mio. Menschen vergrößern. „Die Urbanisierung wird die Ernährungsgewohnheiten weiter verändern“, zeigte sich Vogel überzeugt. Dadurch entstehe ein großes Potenzial für eine fortgesetzt wachsende Nachfrage.