51/52 - Weniger Klärschlamm auf deutschen Äckern

Die Landwirte in Deutschland haben im vergangenen Jahr erneut weniger Klärschlamm zu Düngerzwecken ausgebracht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag vergangener Woche mitteilte, wurde 2015 eine Trockenmasse von rund 427 700 t Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen als Düngemittel in der Landwirtschaft verwendet; das waren 43 200 t oder 9,2 % weniger als im Vorjahr. Damit gingen gut 24 % des Klärschlamms in Deutschland in die Landwirtschaft. Fünf Jahre zuvor lag die Menge noch bei 566 200 t, was einem Anteil von 30 % entsprach. Am meisten Klärschlamm wurde 2015 auf niedersächsischen Feldern ausgebracht, und zwar rund 80 900 t. Auf dem zweiten Platz rangierte Nordrhein-Westfalen mit 60 750 t, knapp vor Rheinland-Pfalz mit 60 600 t. Der meiste Klärschlamm, nämlich 1,15 Mio. t oder 64 %, wurde 2015 in Deutschland in Verbrennungsanlagen entsorgt. Der Anteil des Klärschlamms, der im Berichtsjahr bei der Kompostierung und im Landschaftsbau bei der Rekultivierung von Flächen eingesetzt wurde, lag mit einer Gesamtmenge von 190 000 t bei 10,5 %.