BVL legt Jahresbericht Pflanzenschutzmittel vor
Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland ist zuletzt gestiegen. Wie aus dem jetzt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vorgelegten Jahresbericht hervorgeht, erhöhte sich die in der Bundesrepublik an Vertriebsunternehmen und den Großhandel verkaufte Menge 2024 gegenüber dem Jahr davor ohne inerte Gase um 3 344 t beziehungsweise 13,2 % auf 28 639 t Wirkstoff. Der Absatz bewegt sich damit dicht am Fünfjahresmittel von bundesweit durchschnittlich 28 588 t Pflanzenschutzmittelwirkstoff ohne inerte Gase in den Jahren 2020 bis 2024.
Der deutliche Zuwachs bei den Verkäufen 2024 ist gleichermaßen auf Fungizide und Herbizide zurückzuführen. Der Absatz von Antipilzmitteln legte um 14,9 % auf 10 737 t Wirkstoff zu; davon entfielen 2 947 t auf Schwefel. Bei den Herbiziden einschließlich Safener belief sich die Verkaufsmenge auf 14 466 t; das waren 9,9 % mehr als im Vorjahr. Unter anderem hat sich der Absatz von Glyphosat nach zwei Jahren des Rückgangs im Berichtsjahr wieder erhöht, und zwar auf 4 101 t. Damit wurde wieder das Absatzniveau des Jahres 2021 erreicht. Vor zehn Jahren – im Jahr 2014 – hatte die Absatzmenge noch bei 5.426 t gelegen. Auch die Nachfrage nach Insektiziden, Akariziden und Synergisten fiel dem BVL zufolge 2024 höher aus als im Jahr zuvor. Der Inlandsabsatz stieg gegenüber 2023 um 17,9 % auf insgesamt 843 t Wirkstoff.
Nach Angaben des BVL waren 2024 – unverändert zum Vorjahr – insgesamt 278 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe in Deutschland zugelassen, ohne Berücksichtigung von Notfallzulassungen oder ruhenden Zulassungen. In der Summe waren im vergangenen Jahr 1112 Pflanzenschutzmittel auf dem Markt; darunter waren 444 Herbizide, 337 Fungizide und 130 Insektizide.
AgE