Die Schweiz schützt ihre heimische Landwirtschaft durch Außenzölle und Einfuhrkontingente und das bedeutet: Die Lebensmittelpreise im Inland sind hoch. Trotz dieses vermeintlichen Vorteils stehen die Landwirtinnen und Landwirte in der Schweiz vor ähnlichen Herausforderungen wie ihre Kollegen in Deutschland und der EU. Annegret Keulen hat zwei Junglandwirte in der Ostschweiz besucht und erfahren, wie sie ihre Höfe für die Zukunft aufstellen.
Am 1. Januar hat der gelernte Landwirt und Maurer Florian Galli den landwirtschaftlichen Betrieb in Bussnang im schweizerischen Kanton Thurgau übernommen. Der 26-jährige Jungunternehmer hat nun die Verantwortung für einen Bauernhof mit 22 Red-Holstein-Milchkühen plus Nachzucht, 15 Zuchtsauen zur Ferkelerzeugung und rund 25 ha Fläche, davon rund 40 % Acker. Hinzu kommen noch Obstflächen für die Mostobsternte. Mit seinem Betriebszweigmix hat der Hof der Gallis, gemessen an den Schweizer Verhältnissen, eine durchschnittliche Größe. „Ich will auch weiterhin vielseitig sein, sonst wird mir die Arbeit zu langweilig“, sagt der Junglandwirt, der noch einige Jahre hauptberuflich in der Baubranche arbeiten will und zurzeit nur vor und nach seiner hauptberuflichen Tätigkeit auf dem eigenen Bauernhof arbeitet.
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