Trotz hoher Produktionskosten sind deutsche Getreide- und Rapserzeuger international wettbewerbsfähig. So lautet das Fazit einer Studie, in der Fachleute des Beratungsunternehmens BB Göttingen und des Thünen-Instituts (TI) für Betriebswirtschaft die Position der deutschen Ackerbaubetriebe im internationalen Vergleich analysiert haben. Laut dem Mitautor der Studie, Friedrich Stute von BB Göttingen, bewegen sich die hiesigen Erzeuger zwar bei den Kosten für Boden, Arbeit und andere Produktionsfaktoren weltweit auf höchstem Niveau. Dem stünden aber aufgrund vorteilhafter natürlicher Bedingungen und einer hohen Produktionsintensität Erträge und Erlöse gegenüber, die bei wichtigen Ackerfrüchten um den Faktor zwei bis vier über denen wichtiger Konkurrenten rangierten, erklärte Stute bei der Vorstellung der Ergebnisse vergangene Woche in Berlin. Ein wichtiger Grund für die gute Wettbewerbsposition der deutschen Ackerbauern sind Stute zufolge jedoch auch die Agrarsubventionen der Europäischen Union. Netto bewegten sich die Produktionskosten dadurch auf dem Niveau von Wettbewerbern in Australien oder Kanada, erläuterte der Fachmann. Zudem profitierten Betriebe im Osten Deutschlands aufgrund ihrer Betriebsgröße von Skaleneffekten.