Ackerbaustrategie: Anhörung legt Schwachstellen offen

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Bereits im Koalitionsvertrag haben Union und SPD nach der Bundestagswahl 2017 festgelegt, dass die Bundesregierung eine Ackerbaustrategie auflegt. Daran erinnerte Rainer Spiering, Obmann der SPD, am Dienstag im Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung. Anlässlich der Anhörung zu der Ackerbaustrategie 2035, die Ministerin Julia Klöckner im Dezember 2019 präsentiert hatte, stellte Spiering fest, dass man derzeit nicht von einer Strategie sprechen könne. Klöckner selbst hat das Werk, das sechs Leitlinien beinhaltet und zwölf Handlungsfelder aufzeigt, damals schon als Diskussionspapier tituliert und Verbände und Öffentlichkeit aufgerufen, Stellung zu beziehen. Mittlerweile listet das Ministerium selbst gut 50 Stellungnahmen verschiedener Organisationen auf. Vertreten ist dabei die ganze Bandbreite landwirtschaftlicher Interessenvertretungen, von Verbraucher- und Tierschutzorganisationen, aber auch Verbänden aus den vor- und nachgelagerten Wirtschaftssektoren. Hinzu kommen Stellungnahmen, die Einzelpersonen im Sommer über eine Internetplattform eingereicht haben. Die werden derzeit ausgewertet. Dem Vernehmen nach soll noch in dieser Legislaturperiode eine überarbeitete Fassung der Ackerbaustrategie vorgelegt werden. Als Experten hatte der Fachausschuss des Bundestages acht Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Beratung und praktischer Landwirtschaft geladen. Fast ausnahmslos bemängelten sie, dass die Vorschläge zu unkonkret und die genannten Ziele oft zu wenig spezifiziert seien hinsichtlich ihrer Quantifizierung und ihres zeitlichen Horizonts. Auch sei die Betrachtung zu sehr allein auf ackerbauliche Fragen fokussiert, ohne die Abhängigkeiten mit anderen Feldern zu betrachten. So könnten beispielsweise Veränderungen in der Fruchtfolge nicht losgelöst von den Marktchancen der dafür infrage kommenden Kulturen betrachtet werden. ds