Zur Ackerbaustrategie hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Anfang Juli einen breit angelegten Beteiligungsprozess gestartet. Auf einer Online-Plattform können Landwirte, Wissenschaftler, Bürger, Länder sowie Landwirtschafts- und Umwelt-Verbände ihre Ansätze aus Theorie, Forschung und Praxis in den Diskussionsprozess einbringen. Mit großem Erfolg: Zu Wochenbeginn hatten sich insgesamt 2 250 Personen auf der entsprechenden Onlineplattform – beteiligung.bmel.de/o/ackerbaustrategie – angemeldet. Über 1 000 Beiträge sowie 745 Kommentare zu den Beiträgen sind eingegangen. Dazu kommen knapp 1 000 nichtöffentliche Rückmeldungen. Aufgrund dieser hohen Resonanz und dem anhaltend hohen Interesse hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die Frist für die Beteiligung auf der Online-Plattform bis zum 31. August 2020 verlängert. Ziel ist es, weitere Maßnahmen in der Strategie zu implementieren, die in der Praxis Bestand haben und einen echten Mehrwert bieten. Zum Hintergrund: Die „Ackerbaustrategie 2035“, widmet sich der Ertragssicherung, der Ressourcenschonung, der Biodiversität und Nachhaltigkeit, stellt neue Fruchtfolgen und deren Wirtschaftlichkeit vor und thematisiert Zielkonflikte. Die Strategie soll im Hinblick auf diese komplexen Herausforderungen einen gesamtgesellschaftlichen Konsens für einen nachhaltigen und ressourceneffizienten Ackerbau in Deutschland fördern. Zum ersten Mal führt deshalb das Bundeslandwirtschaftsministerium eine breit angelegte Beteiligung und einen Diskussionsprozess durch.