„Iss regional“ hieß es am vergangenen Samstag auf dem Münsterplatz in Bonn. Die Obstbauern aus dem Rheinland rund um den Bonner Münsterplatz verschenkten frisch geerntete Äpfel der Sorte „Delbarestivale“ an die Verbraucher und standen für Gespräche mit Interessierten zur Verfügung. Mit dieser Aktion zum Beginn der Apfelernte wollen sie auf die Vorzüge der Äpfel aus dem Rheinland hinweisen.
Zugleich wollten die Obstbauern bei den Verbrauchern für den Kauf heimischer Äpfel werben. „Denn Äpfel, die quasi vor der Haustüre der Verbraucher wachsen, müssen nicht weit transportiert werden. So kann eine massive CO2-Belastung durch den langen Transport mit Kühl-LKW quer durch Europa vermieden werden“, betonte Ferdinand Völzgen, Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau Bonn/Rhein-Sieg. Die Verbraucher könnten so aktiv Klimaschutz betreiben.
„Der Verzehr von heimischem Obst dient aber auch dem Erhalt der Kulturlandschaft. Viele Verbraucher lieben Radtouren und Spaziergänge durch die Obstanlagen rund um Meckenheim. Diese Obstanlagen können nur erhalten werden, wenn auch künftig die Nachfrage nach heimischem Obst gesichert ist“, sagte Völzgen im Namen der Obstbauern. Denn leider stellten die Obsterzeuger immer häufiger fest, dass heimisches Obst aus den Geschäften verdrängt werde. Immer mehr Früchte aus anderen EU-Staaten oder Drittstaaten drängten auf den Markt, weil dort wegen der niedrigeren Sozial- und Umweltstandards Obst billiger als in Deutschland angebaut werden könne. „Dabei schmeckt das regional erzeugte Obst besonders gut, da es vollreif geerntet werden kann und bei der Sortenwahl nicht nur auf die Transportfähigkeit, sondern vor allem auf den Geschmack geachtet wird“, so Völzgen. Wer also etwas für den Klimaschutz und Erhalt der Kulturlandschaft im Rheinland tun wolle, sollte zu heimischem Obst greifen. ah