Afrikanische Schweinepest breitet sich aus

In Osteuropa und Russland vergeht mittlerweile kaum ein Tag ohne neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Im Osten Polens gab es bei Hausschweinen in den ersten beiden Augustwochen bereits sechs neue Ausbrüche, wobei rund 700 Tiere gekeult werden mussten. In Litauen und der ­Ukraine wurden neben infizierten Wildschweinen ebenfalls mehrere neue ASP-Fälle im Schweinebestand kleinerer Halter festgestellt. Nach Angaben der EU-Kommission wurden in den Mitgliedsstaaten im Zeitraum vom 1. Januar bis 7. August dieses Jahres insgesamt 38 Neuausbrüche registriert, von denen Nutzschweine betroffen waren. Die meisten gab es mit 18 Fällen auf Sardinien, gefolgt von Litauen mit elf Vorkommnissen. Sehr viel höher war mit 1  412 bestätigten Infektionen die Zahl der in der Gemeinschaft festgestellten ASP-Fälle bei Wildscheinen. Hier führte Estland mit 666 vor Lettland mit 510 Ausbrüchen die unrühmliche Rangliste an. In der Ukraine sind nach Angaben des Föderalen Aufsichtsdienstes für die Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor) vom Jahresbeginn bis Mitte Juli 2016 insgesamt 13 Fälle von ASP in Betrieben mit Schweinehaltung verzeichnet worden. Für das eigene Land werden von dem Moskauer Amt für diesen Zeitraum 25 Ausbrüche gemeldet.