Der Etat des Bundeslandwirtschaftsministeriums steigt auch im kommenden Jahr. Nach dem Willen der Bundesregierung wird das Agrarressort 2020 über einen Etat von 6,518 Mrd. € verfügen, womit der diesjährige Haushalt um 194,3 Mio. € übertroffen würde. Es ist der größte Haushalt in der Geschichte des Ministeriums, wie dieses am Mittwoch vergangener Woche nach der Verabschiedung des Entwurfs für den Bundeshaushalt 2020 sowie des Finanzplans bis 2023 durch das Bundeskabinett betonte. „Wir unterstützen die Bauernfamilien, den gestiegenen Erwartungen und Ansprüchen beim Tierwohl, dem Umwelt- und Klimaschutz gerecht zu werden“, erklärte Ressortchefin Julia Klöckner. Sie wies darauf hin, dass die Ausgaben im Bereich der Nutztierhaltung für mehr Tierwohl, der Ackerbaustrategie und Digitalisierung gesteigert würden. Allein die Mittel für die Nutztierstrategie, in der Umwelt-, Klima- und Tierschutz zusammengebracht würden, stiegen von 15,0 Mio. € auf 37,7 Mio. €. Mit Abstand größter Ausgabenposten bleibt indes die landwirtschaftliche Sozialpolitik. Für diese sind 2020 insgesamt 4,11 Mrd. € vorgesehen; das wären 78,8 Mio € mehr als im laufenden Jahr. Dabei legen die Ausgaben für die Alterssicherung der Landwirte (AdL) um 70,0 Mio. € auf 2,42 Mrd. € zu und die für die Krankenversicherung der Landwirte um 9,0 Mio. € auf 1,465 Mrd. €. Für die Landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV) sind wie in diesem Jahr 177 Mio. € eingeplant. Die Mittel für die Zusatzaltersversorgung sollen um 1,0 Mio. € auf 34,0 Mio. € aufgestockt werden, während die für die Landabgaberente um denselben Betrag auf 14,0 Mio. € gekürzt werden. AgE