Agrarmarktmaßnahmen schnell anstoßen

Die Europäische Kommission will das System zur freiwilligen Verringerung der Milchproduktion bis Mitte April auf den Weg gebracht haben. Das hat ein Vertreter der Brüsseler Behörde gegenüber Experten der EU-Mitgliedstaaten Anfang vergangener Woche beim Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) in Brüssel bestätigt. Eine Folgenabschätzung dieser Maßnahme soll bereits in dieser Woche erscheinen. Die Verdopplung der Interventionsmengen von Magermilchpulver und Butter zum Festpreis auf 210  000 t beziehungsweise 100 000 t soll ebenfalls bis zur Monatsmitte angenommen sein. Die Kommission bekräftigte gegenüber den Mitgliedstaaten das Bekenntnis zur erneuten Gewährung einer Beihilfe zur privaten Lagerhaltung von Schweinefleisch, hielt sich in Bezug auf einen möglichen Zeitpunkt jedoch noch bedeckt. Man wolle unbedingt vermeiden, den saisonalen Preisaufschwung – berichtet wurde von einem Wochenplus von 0,5 % – gleich wieder zunichte zu machen. Die von EU-Agrarkommissar Phil Hogan ebenfalls versprochene Beobachtungsstelle für den Rind- und Schweinefleischmarkt soll noch vor der Sommerpause eingerichtet sein und sich am Vorbild des Milchmarktobservatoriums orientieren. Was aus Sicht der Kommission im Bereich Exportfinanzierung machbar ist, will die Behörde bis Mitte Mai darlegen und sich dabei auf die Erfahrung von insgesamt 14 Mitgliedstaaten mit nationalen Programmen stützen.