Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes hat die Agravis Raiffeisen AG ihren Gewinn im Geschäftsjahr 2015 steigern können. Zwar blieb der Gesamterlös mit 6,94 Mrd. € rund 7 % hinter dem Vorjahreswert zurück; allerdings konnte der Gewinn vor Steuern um fast 10 % auf 45,1 Mio. € ausgebaut werden. „Wir haben uns stark in einem schwierigen Markt behauptet und abermals gezeigt, dass die Agravis ein 7-Mrd.-Unternehmen mit Standfestigkeit und Perspektive ist“, kommentierte der zum Jahresende scheidende Konzernchef Dr. Clemens Große Frie die aktuelle Bilanz. Allerdings hätten die schwachen Energiepreise sowie die niedrigen Erlöse für Getreide, Fleisch und Milch den Mitarbeitern des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens „das Leben nicht leicht gemacht“. Das Russland-Importembargo „trifft auch uns“, erklärte Große Frie am vergangenen Donnerstag in Münster. Dennoch seien „in allen Bereichen gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt“ worden; nur an „einigen, wenigen Stellen“ habe es „reingeregnet“. Als „positive Stichworte“ für die Agravis-Gruppe nannte der Vorstandschef Allianzen, Profitabilität und ein „dosiertes internationales Wachstum“. Große Frie: „Wir sind kein Weltkonzern; wir sind ein solides deutsches Unternehmen, das unternehmerische Ziele verfolgt.“