Agravis streckt die Fühler aus

Foto: imago/H. Tschanz-Hofmann

Die Agravis Raiffeisen AG passt ihre Strategie an und will auch im Süden aktiv werden, konkret in Bayern und Baden-Württemberg. Das Unternehmen will sich dort als Agrar­händler anbieten und das Geschäft gemeinsam mit den Genossenschaften vor Ort ausbauen – „mit Respekt vor der jeweiligen regionalen Identität und wirtschaftlichen Eigenständigkeit“. Das hat Vorstandschef Dr. Dirk   Köckler vergangene Woche auf der digitalen Bilanzpressekonferenz angekündigt. Dabei werde auf die bestehende Infrastruktur zurückgegriffen. Die Agravis versteht ihr Angebot im Süden der Republik als „gemeinschaftliches Projekt“ mit den regionalen Genossenschaften vor Ort. Diese blieben Entscheider und Ansprechpartner und damit das „Gesicht zum Kunden“, betonte Köckler. Die Agravis biete sich als genossenschaftlicher Agrar­händler an und übernehme die Bündelung von Mengen, die Umsetzung von Logistik und den Transfer von Expertise. Das betreffe vor allem die Kernbereiche Pflanzen und Tiere. Angeboten würden Dünger, Saatgut, Pflanzenschutz und digitale Anwendungen, zudem Futtermittel und Beratung mit eigener Produktion, aber auch skalierbare Marktkonzepte für Raiffeisen-Märkte.

 

Die Agravis kann auf ein wirtschaftlich solides Geschäftsjahr 2025 zurückblicken. Erzielt wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 70,1 Mio. €; das waren 5,1 Mio. € oder 7,8 % mehr als im Vorjahr. Der Konzern­umsatz konnte trotz eines niedrigeren Preisniveaus auf einem stabilen ­Niveau gehalten werden. Eingenommen wurden 8,4 Mrd. €, nach 8,5 Mrd. € im Vorjahr.

 

AgE