Agroforst: Woher kommen die Gehölze?

Foto: Sabine Aldenhoff

Forstgehölze auf den Acker pflanzen? Die Agroforstwirtschaft ist eine Kombination aus Baum- oder Strauchbeständen mit landwirtschaftlicher oder gärtnerischer Nutzfläche, eventuell auch mit der Haltung von Tieren. Wer die Gehölze dafür produziert, konnten die Besucher einer Exkursion von Agrobusiness Niederrhein im Rahmen des Agropole-Projekts neulich in Hünxe erfahren.

Agroforst bietet ökologische Vorteile, kann im Klimawandel sinnvoll sein und sollte natürlich auch wirtschaftlich interessant sein. Kathrin Poetschki von Agrobusiness Niederrhein empfing die Interessierten auf dem Hof der Forstbaumschule Selders in Hünxe-Drevenack, wo seit über 50 Jahren Forstgehölze produziert werden. Der heutige Inhaber Felix Klein-Bösing ist Betriebsleiter in der dritten Generation und wird von seiner Frau Yvonne unterstützt. Beide sind Gärtnermeister der Fachrichtung Baumschule. Auf insgesamt 25 ha werden mit 7,5 Mitarbeitern Forstgehölze kultiviert. Der Standort zeichnet sich durch sein mildes Klima im nördlichen Niederrhein und den humosen Sandböden aus, welche die Feinwurzelbildung begünstigen. Das breite Sortiment der Baumschule umfasst mehr als 70 Arten heimischer Heckenpflanzen, Wildsträucher, Forstpflanzen und Landschaftsgehölze in verschiedenen Größen – vom Sämling bis zu 2 m großen verschulten Qualitätspflanzen. Fichten seien aufgrund des Klimawandels, der Bedrohung durch Borkenkäfer und Problemen mit Windwurf, bei dem die Bäume aufgrund von starken Stürmen entwurzelt werden oder abknicken, nicht mehr gefragt. Stattdessen setzt man auf Mischwald mit tiefwurzelnden Arten wie Stieleiche, Linde, Spitzahorn, Walnuss, Ulme und einige Nadelhölzer.

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