Aldi hat als erster Lebensmittelhändler auf die steigenden Rohstoffkosten und Lieferengpässe reagiert und viele Preise angehoben. Damit gebe der Discounter die Preisanhebungen der Hersteller an seine Kunden weiter, betroffen seien rund 400 Lebensmittel- und Drogerieartikel, berichtete zuerst die Lebensmittel Zeitung. Eine derartige Preiserhöhungswelle hat es nach Angaben des Fachmagazins lange nicht mehr gegeben. Laut Pressemeldungen betätigte Aldi die Preiserhöhungen grundsätzlich. „Dort, wo sich die Kosten im Einkauf durch die derzeitige Marktsituation verändern, müssen auch wir die Verkaufspreise erhöhen“, sagte ein Unternehmenssprecher im Namen von Aldi Nord und Aldi Süd. Solch einem Schritt des Discounters schließen sich erfahrungsgemäß auch andere Handelsketten an, die sich an dessen Preisgestaltung orientieren. Lidl hat als einer der ersten Konkurrenten bereits nachgezogen. Der Aldi-Sprecher erklärte, die Marktlage sei bereits seit Monaten geprägt von anhaltenden Herausforderungen der internationalen Seefracht, der Omikron-Welle, dem grundsätzlichen internationalen Mangel an Lastkraftwagenfahrern und den gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe. Durch den Ukraine-Krieg habe sich die Situation noch einmal verschärft. Dies führe bei vielen Produkten zu steigenden Einkaufspreisen. Die Preisanhebungen fallen laut Recherche der Lebensmittel Zeitung unterschiedlich aus und reichen von 10 Cent bis zu 1 €.